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Seit der Finanzkrise wird der Berufseinstieg immer schwerer. Wie werden Absolventen damit fertig und was raten die Arbeitsmarktexperten?

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Wenn Absolventen vom »Arbeitsmarkt« reden, hört es sich an, als würden sie von einem fernen, erbarmungslosen Ort sprechen.

Text: Laurence Thio    Illustration: Pia Bruer

Die Uni als Bunker. Dass die Uni einmal ihr Schutzraum wird, hätte Evelyn nicht gedacht. Sie ist 33 Jahre und studiert einen Master in Editionswissenschaft an der FU Berlin. Einen Magister in Slawistik und einen Doktortitel hat sie bereits, nach der Promotion fand sie nicht schnell genug einen Job, dann kam die Weltwirtschaftskrise. »Komme, was wolle, jetzt habe ich wenigstens das Studium, spezialisiere mich weiter und mache parallel ein Verlagspraktikum«, sagt die 33-Jährige. Der Master verschafft ihr eine Schonfrist, bis sich das Klima auf dem Arbeitsmarkt verbessert hat. Wenn die Absolventen in diesen Tagen das Wort »Arbeitsmarkt« benutzen, dann klingt es so als würden sie von einem fernen, erbarmungslosen Ort sprechen. Kontaminiert sind die Versprechen und Perspektiven, unter denen sie ihr Studium einmal begannen. Auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich die Krise, ein Jahr nach dem Ausbruch, vollends nieder. Read more…