Links zur lesenswerten Texten aus Zeitungen, Magazinen und Blogs vom 20.02.2011
1. Die hässliche Seite des netten Didi
Vor kurzem machte die Meldung Schlagzeilen, dass auch ein taz-Redakteur an der Odenwaldschule Kinder missbraucht hat. Die tageszeitung hat daraufhin noch einmal selbst die Geschichte von Dietrich W. erzählt – es ist ein Blick in die Vergangenheit der eigenen Redaktion. Die Autoren beschreiben ein Klima der zweiten sexuellen Revolution, in dem Pädophilie bagatellisiert und teilweise akzeptiert wurde.
2. Das Guttenberg’sche Plagiat
Es ist eine ziemliche Seifenoper – mit ein paar außerordentlichen Lachern. Deshalb ganz kurz noch ein Text, der die Copy/Paste-Affäre von der Warte der Universtiät Bayreuth und der Hochschulen betrachtet:
“Der Verstoß gegen diese wissenschaftlichen Grundprinzipien, sollte er tatsächlich ungeahndet bleiben, würde das gesamte Prüfungswesen der deutschen Hochschulen in eine Legitimationskrise stürzen. Wie soll man Studenten, Doktoranden und Prüflingen noch erklären, dass man eine Arbeit nicht per Copy & Paste aus den Texten anderer zusammenklauen darf, wenn ein Minister genau dafür mit summa cum laude belohnt wird? “
Ich arbeite inzwischen in den Wolken. Schreibe meine Texte im Netz, tausche Pdf-Dateien per Dropbox und lade Fotos bei Facebook hoch. Cloud Computingt heißt das. Schon länger wird darüber diskutiert, wo eigentlich die Datensicherheit bei dieser bequemen Art des Arbeitens bleibt. Die ZEIT widmet sich in ihrem Wissensteil der Cloud-Security.
4. Die Platte kommt
Deutschlandradio Kultur widmete sich in der letzten Woche der Gentrifizierung. Zugezogene ziehen in Altbau-Wohnungen nach Friedrichshain, Mitte und Neukölln – und gründen neue In-Viertel für Besserverdienende. Alles soweit bekannt, überraschend waren jedoch die O-Töne von neuen Plattenbaubewohnern aus Mitte, die den Neubau richtig trendy finden. Naja, ich bezweifel das Hohenschönhausen demnächst kommt. Hier der Beitrag aus dem Dradio:
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Tom Kummer ist berühmt. Nicht als Journalist, sondern als Fälscher. Seine Hollywood-Interviews waren Kult und wurden bei Tempo, im Süddeutsche Zeitung Magazin und weiteren Medien abgedruckt. Das Problem: Alles ausgedacht. Und teilweise ist es wirklich ein Wunder, dass keiner es vier Jahre gemerkt haben will: In seinen Interviews zitiert der Brutalboxer Mike Tyson Nietzsche und Sharon Stone beichtet ihre lesbischen Fantasien. Irgendwann wurde er dann doch erwischt – vor mehr als zehn Jahren. Im Mai kommt ein Dokumentarfilm über ihn ins Kino. Hier der Trailer:


Ich arbeite als freier Journalist in Berlin. Meine Schwerpunkte sind Bildung, Politik und Stadtkultur. Erfahren Sie mehr
2 comments
Marie says:
Feb 20, 2011
Super! Den muss ich mir dringend anschauen – schöner Blogeintrag über Guttenberg, den du da aufgetan hast; wie kommst bist du über den gestolpert?
admin says:
Feb 20, 2011
Lass ihn uns doch zusammen anschauen. Im Moment kann man nirgendwohin (online, offline) ohne über Guttenberg zu stolpern.