Bücher über Journalismus gibt es regalweise. Jede journalistische Lebenslage scheint nach einer eigenen Lektüre zu verlangen. Es gibt Einsteigerwerke wie “Journalismus für Dummies”, Fortgeschrittenenliteratur mit Tipps zum Redaktionsmanagement und Ratgeber für arbeitslose Reporter. Das Problem: Die meisten dieser Bücher sind langweilig – im schlimmsten Fall auch schlecht geschrieben.
Wie erzählt man eine Story, wie baut man eine gute Struktur, was ist guter Schreibstil? In der Serie Reporterregal stelle ich die Bücher vor, aus denen ein Journalist wirklich lernen kann. Viele dieser Bücher habe ich verschlungen, weil sie nicht technisch, nicht regelhaft, sondern vor allem spannend waren. Besonders mag ich die Reportagebände der Journalisten selbst. Einige Reportagen haben mich schwer begeistert: Ich habe sie immer wieder Wort für Wort gelesen, über die Story gestaunt, auf Klang und Rhythmus gehört, einzelne Worte unterstrichen, sie anderen vorgelesen. Erst wenn eine Geschichte berührt – der Leser sie nicht mehr vergessen kann – ist sie wirklich gut. Und dann gehört sie ins Reporterregal.


Ich arbeite als freier Journalist in Berlin. Meine Schwerpunkte sind Bildung, Politik und Stadtkultur. Erfahren Sie mehr