13 Semester? Kein gutes Timing.
Nächste Woche (7. Januar 2010) läuft die Studentenkomödie 13 Semester in den Kinos an. Der Film hat das berüchtigte und vielzitierte Studentenleben zum Thema. Da ich mit dem Stoff einigermaßen vertraut bin, war ich sehr an der filmischen Umsetzung interessiert. Als ich im Kinositz saß, ging der Film leider dennoch gänzlich an mir vorbei. 13 Semester ist ein Abgesang auf vergangenes Studentenleben, hat aber mit der Gegenwart nicht viel zu tun. Warum das so ist, habe ich für das Farbfilmblog notiert. Als ich Hauptdarsteller Max Riemelt interviewte, fand am selben Tag in Berlin die Großdemonstration des Bildungsstreiks statt. In den Medien wurde seit Tagen über die Missstände der Studienreformen berichtet. Einmal mehr wurden Bachelorstudenten samt Burnout-Syndrom durch die Diskussionsrunden gereicht. Spätestens da war klar: Das faule Studentenleben ist nicht mehr so real, wie gemeinhin angenommen, beziehungsweise wie im Film gezeigt. Nichtsdestotrotz gab das Team von 13 Semester an diesem Tag tapfer Interviews.

